Abhängigkeitserkrankungen, Suchtstoffe, Begleiterkrankungen, Angehörigenarbeit & mehr

Eine Sucht stellt das Leben von Betroffenen und Angehörigen buchstäblich auf den Kopf und kann zu zahlreichen physischen, psychischen und sozialen Veränderungen führen. Häufig wird die Sucht beschönigt oder im Falle einer Medikamentenabhängigkeit erst viel zu spät erkannt. Der Gang zum Arzt, einer Suchtberatungsstelle oder einer Suchtklinik wird von vielen Kranken vermieden, so dass die Dunkelziffer der Abhängigen nicht genau abzuschätzen ist. Um Folgeerkrankungen zu vermeiden oder zumindest so gering wie möglich zu halten, ist es allerdings gerade bei einer Abhängigkeit besonders wichtig, sich frühzeitig mit der eigenen Sucht auseinanderzusetzen und sich professionelle Hilfe zu suchen.

Sucht-Informationen verständlich aufbereitet

Auf der einen Seite Diagnostik, Behandlung, Folgen und Nachsorge; auf der anderen Seite mögliche Begleiterkrankungen und die Auswirkungen auf das Umfeld: Abhängigkeitserkrankungen sind ein breitgefächertes Themengebiet. Als unabhängiges Suchtportal haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, Suchtkranke umfassend zu relevanten Themen zu informieren und zur Therapie anzuregen. So stellen wir Informationen zum abhängigen Konsum von Alkohol, Medikamenten und Drogen bereit, informieren über die Besonderheiten der einzelnen Suchtstoffe und geben einen Überblick über mögliche Begleiterkrankungen substanzgebundener Süchte. Die Angehörigen der Betroffenen finden bei uns nützliche Empfehlungen, die den Alltag mit dem Suchtkranken deutlich erleichtern können.

Ab wann ist man Alkoholiker?

Eine Alkoholsucht entsteht in den seltensten Fällen von heute auf morgen, sondern ist ein längerer – unter Umständen jahrelanger – Prozess, der in der Regel mit vielen Fragen verbunden ist. Ab einem bestimmten Punkt beginnen die meisten Betroffenen eigeninitiativ oder auch durch eine Intervention des Umfelds ihr Konsumverhalten kritisch zu hinterfragen. Das Gedanken-Karussell beginnt und kreist zunehmend um Fragen wie „Bin ich Alkoholiker?“, „Ab wann gilt Alkoholkonsum als gefährlich?“ „Wie wird man überhaupt zum Alkoholiker?“ – Bei uns erhalten Sie die wichtigsten Antworten zu diesem komplexen Thema.

Süchtig was nun?

Die ersten Schritte in ein besseres Leben.

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Abhängigkeiten und Süchte – das Suchtportal bietet Informationen rund um das Thema

Ein Bier zum Feierabend, eine Tablette am Morgen oder der durch Drogen bedingte Rausch am Wochenende: Allen substanzgebundenen Abhängigkeiten ist gemein, dass sie den Neurotransmitter-Stoffwechsel des Konsumenten durch psychotrope Substanzen massiv beeinflussen.

Das Suchtmittel verschafft dem Betroffenen einerseits ein vermeintlich gutes Gefühl und unterstützt ihn bei der Alltagsbewältigung. Andererseits sind die körperlichen und psychischen Folgen des missbräuchlichen Konsums enorm und nicht selten irreversibel. Machen Sie sich selbst ein Bild!

Alkoholsucht

Seit 1968 gilt sie als Krankheit: Die Alkoholsucht oder auch Alkoholabhängigkeit. Weitverbreitet und trotz großer Risiken und Folgeschäden vielfach verharmlost, bedeutet die Alkoholkrankheit für den Betroffenen und seine Angehörigen eine massive Einbuße an Lebensqualität. Sie verändert die Persönlichkeit, macht körperlich und psychisch abhängig, kann mit Begleiterkrankungen verbunden sein und verkürzt die Lebensdauer. Menschen, die an Alkoholsucht leiden, sollten sich also keinesfalls resigniert mit ihrem Zustand abfinden, sondern aktiv gegen ihr Alkoholproblem angehen. Eine erste Anlaufstelle sind hier der behandelnde Mediziner, eine Suchtberatungsstelle oder eine Suchtklinik.

Die Behandlung der Alkoholabhängigkeit verläuft immer mehrstufig und besteht aus einer Alkoholentgiftung, einer Alkoholentwöhnung und konsequenter Nachsorge. Besonders wichtig ist die Entwöhnungsphase, denn hier geht es buchstäblich ans „Eingemachte“. Schließlich setzt sich der Alkoholsüchtige mit den Suchtauslösern auseinander und erarbeitet unter therapeutischer Begleitung alternative Lösungsansätze. Er lernt seine Probleme ohne Alkohol zu bewältigen, fasst neuen Lebensmut und wird durch Ärzte und Therapeuten bestmöglich auf die Rückkehr in den Alltag vorbereitet. Als Nachsorge wird der regemäßige Besuch eines Suchttherapeuten und die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe empfohlen.

Medikamentensucht

Die Medikamentensucht oder auch Tablettensucht gilt als heimliche Sucht, denn im Gegensatz zur Alkohol- oder Drogensucht sind in vielen Fällen keine äußeren Anzeichen vorhanden. Die Betroffenen bemerken ihre Sucht meist erst dann, wenn es zu einer Toleranzentwicklung kommt oder sie das Mittel absetzen. Sie leiden unter körperlichen und psychischen Entzugserscheinungen und scheinen ihr Leben ohne das Medikament nicht mehr bewältigen zu können. Ein fataler Trugschluss, der zahlreiche Betroffene davon abhält, ihre Medikamentenabhängigkeit ärztlich behandeln zu lassen.

Ob Benzodiazepine, Z-Substanzen oder opioide Schmerzmittel: Ein Medikamentenentzug verläuft immer fraktioniert, d. h. die Substanz wird nach und nach ausgeschlichen. Daher dauert der Entzug auch wesentlich länger als die Behandlung einer Alkoholsucht. Neben der Entgiftung muss in erster Linie die Grunderkrankung behandelt oder zumindest ein alternativer Umgang mit ihr trainiert werden. Im Falle einer Schmerzmittelabhängigkeit gilt es, eine effektive Schmerzbewältigungsstrategie zu erlernen, bei Depressionen und Angststörungen sollten die Ursachen psychologisch aufgearbeitet werden. Dem Entzug sollten eine ambulante Psychotherapie und der Besuch einer Selbsthilfegruppe folgen.

Drogensucht

Im Gegensatz zur Alkohol- oder Medikamentensucht handelt es sich bei einer Drogenabhängigkeit um eine illegale Sucht, da der Konsum und die Beschaffung von Rauschdrogen in Deutschland verboten sind. Zu der eigentlichen Suchtproblematik kommt hier also eine gesetzliche Gratwanderung hinzu, die es den Betroffenen zusätzlich erschwert, sich aus der Sucht zu lösen. Dennoch ist eine erfolgreiche Behandlung der Drogensucht möglich. Bei Opiatabhängigen, die bereits mehrere fehlgeschlagene Entzüge absolviert haben, kann alternativ eine Substitutionstherapie mit Methadon erfolgen.

Wie alle anderen Entzüge besteht auch der Drogenentzug aus einer Entgiftung und Entwöhnung, in der die psychischen Faktoren der Drogenabhängigkeit aufgearbeitet werden. Der Entzug kann entweder zusammenhängend in einer privaten Drogenentzugsklinik oder während zwei separater Aufenthalte in einer öffentlichen Einrichtung stattfinden. Aufgrund der hohen Rückfallgefahr und des erhöhten Sterblichkeitsrisikos nach der Entgiftung sollte die Behandlung der Drogensucht nach Möglichkeit durchgängig, d. h. in einer privaten Drogenentzugsklinik stattfinden. Abgeschlossen wird die Drogentherapie durch ein umfangreiches Nachsorgekonzept, das bereits in der Suchtklinik erarbeitet wird.

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