Privatklinik Alkoholentzug: 6 wichtige Fakten über Ihre Entzugsklinik

Kokain und Alkohol, Cannabis und Alkohol, Tavor und Alkohol, Nikotin und Alkohol: Viele Privatpatienten oder Selbstzahler, die an einer Alkoholabhängigkeit erkrankt sind, leiden an einer Mehrfachabhängigkeit und konsumieren neben dem Alkohol regelmäßig ein weiteres Suchtmittel. Auch psychische Begleiterkrankungen wie Angststörungen oder Depressionen treten häufig im Duo mit der Alkoholsucht auf. Trotz des komplexen und mitunter schwierig zu behandelnden Krankheitsbildes steht bei den meisten Betroffenen die Behandlung ihrer Alkoholsucht im Vordergrund. Der Entzug wird in einer reinen Privatklinik für Alkoholentzug durchgeführt; vielfach ist die gewählte Einrichtung ausschließlich auf die Alkoholtherapie spezialisiert. Ein Irrtum, der zu Suchtverlagerungen und Rückfällen führen kann.

Weshalb eine breit aufgestellte Suchtklinik die bessere Alternative bei Mischkonsum ist

Sei es eine Alkoholabhängigkeit, eine Kokainsucht oder eine Tavor-Abhängigkeit; sobald die Sucht mit dem Konsum einer anderen Substanz einhergeht, müssen beide Substanzen zusammen betrachtet werden. Andernfalls kommt es zu Rückfällen oder zu einer Suchtverlagerung, die nicht zur gewünschten Abstinenz führt. Dies gilt im Übrigen auch für die Entgiftung in einem öffentlichen Krankenhaus. Patienten, die eine reine Privatklinik für Alkoholentzug in Betracht ziehen, sollten sich daher eine Klinik suchen, die auf die Behandlung aller Suchterkrankungen spezialisiert ist und um das Zusammenspiel der einzelnen Substanzen weiß. Es ist zu empfehlen, den Entzug zweier psychotroper Substanzen gemeinsam durchzuführen. Schließlich ist die Wirkung einiger Suchtstoffe wie bei Nikotin und Alkohol eng miteinander verzahnt. So hat ein abstinenter Alkoholiker, der weiterhin täglich seine Zigaretten raucht, eine deutlich höhere Rückfallgefahr als ein Nichtraucher, der erfolgreich eine Alkoholtherapie absolviert hat.

Weswegen Privatkliniken für Alkoholentzug auch auf Begleiterkrankungen spezialisiert sein sollten

Eine Alkoholsucht kommt selten allein. Schließlich leiden viele Menschen mit einer Alkoholsucht zugleich auch an psychischen Erkrankungen wie Depressionen. Angststörungen oder Burnout. Schlimmstenfalls hat sich durch den regelmäßigen Alkoholkonsum eine Alkoholpsychose herausgebildet. Ähnlich wie bei Mehrfachabhängigkeiten gilt es auch hier, die Begleiterkrankungen parallel zur Alkoholkrankheit zu behandeln, um den Patienten dauerhaft zu stabilisieren. Diese sogenannten Doppeldiagnose-Patienten erhalten persönlich auf sie zugeschnittene Therapieangebote, welche die Behandlung einer psychischen Störung und einer Substanzstörung wirkungsvoll kombinieren.

Warum der Alkoholentzug in einer Akutklinik gemäß § 107 I SGB V stattfinden sollte

Eine Entzugstherapie in einem Hotel, einem Farmhaus oder sonstigen luxuriösen Örtlichkeiten: Es klingt zu schön, um wahr zu sein. In der Praxis sieht es allerdings oft ganz anders aus. Eine Alkoholsucht ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die wie jede andere Krankheit professionell von qualifizierten Ärzten behandelt werden muss. Ganz besonders wichtig ist dies bei der körperlichen Entgiftung, die mitunter zu lebensgefährlichen Entzugserscheinungen – zum Beispiel einem Delirium tremens – führen kann. Um solchen Entzugssymptomen frühzeitig entgegenwirken zu können, ist eine engmaschige Überwachung der Vitalfunktionen absolut notwendig. Diese Kontrolle und auch die erforderliche Behandlung sind in einem Hotel nicht möglich, sondern müssen während eines stationären Aufenthalts in einer Klinik erfolgen. Eine Akutklinik steht unter durchgängiger ärztlicher Leitung, verfügt über entsprechende diagnostische und therapeutische Möglichkeiten und arbeitet nach wissenschaftlich anerkannten Standards, so dass der Suchtkranke auch bei Komplikationen jederzeit in guten Händen ist.

Weshalb der Alkoholentzug in einer Privatklinik Alkohol nachhaltig erfolgreich ist

Ein großer Teil des Erfolgskonzepts privater Alkoholkliniken beruht auf der gemeinsam durchgeführten Entgiftung und Entwöhnung und der Erstellung eines fundierten Nachsorgekonzepts. So basiert die Grundidee einer Privatklinik Sucht auf einer intensivierten Therapie, die in einer kurzen Zeit von 3 bis 4 Wochen absolviert wird. In verschiedenen Einzel- und Gruppen-Settings haben Patienten die Möglichkeit, Ursachen und aufrechterhaltende Faktoren ihrer Krankheit zu ergründen und mit professioneller Unterstützung ein Verhaltensmodell für ein Leben in dauerhafter Abstinenz zu erarbeiten. Durch den im Vergleich zu gesetzlichen Einrichtungen weit erhöhten Personalschlüssel an Ärzten und Therapeuten wird nicht nur eine höhere Therapiedichte, sondern vor allem auch eine individuellere Betreuung ermöglicht. So bleibt den Patienten der Aufenthalt in mehreren Einrichtungen und die damit häufig verbundenen Wartezeiten und Motivationsverluste durch Übergangsphasen erspart. Die psychotherapeutische Aufarbeitung der Abhängigkeitserkrankung kann bereits während des Entzugs beginnen. Darüber hinaus verfügen viele Privatkliniken für Alkoholentzug über Hotelcharakter, bieten die Sicherheit einer Klinik und lassen den Klinikaufenthalt trotzdem einem Urlaub oder Kuraufenthalt mit familiärer Atmosphäre gleichen. Die Entzugserscheinungen werden durch Medikamente gelindert.

Weswegen Privatkliniken für Alkoholentzug unbedingt vorab besichtigt werden sollten

Das wachsende Angebot an Privatkliniken für Alkoholentzug führt dazu, dass es immer schwierig wird, sich im Dschungel der Angebote zurechtzufinden und sich für die individuell am besten geeignete Einrichtung zu entscheiden. Schließlich differieren die Angebote privater Kliniken aufgrund eines fehlenden gemeinsamen Standards (Zertifizierung) stärker voneinander als gesetzliche Kliniken. Einige Kliniken sind beispielsweise auf die Therapie bestimmter Formen der Abhängigkeit spezialisiert und manche behandeln begleitende Erkrankungen (wie Depressionen und Angststörungen) mit. Neben inhaltlichen Unterschieden könnten bei der Entscheidung auch andere Faktoren wie der persönliche Geschmack, die Größe der Klinik, die Anzahl der Betten oder wann und wie oft eine Aufnahme stattfindet relevant sein. Auch Zertifizierungen und Kundenbewertungen sagen viel über den Charakter einer Klinik aus. Mehr über die Auswahl einer geeigneten Einrichtung finden Sie im Artikel: Private Entzugsklinik: Wie wähle ich die richtige Privatklinik aus?

Warum die Behandlung in einer Privatklinik Alkoholentzug auch für gesetzlich Versicherte zielführend ist

Das Modell der privaten stationären Suchtbehandlung wird von den Betroffenen gut angenommen, bestehende Kliniken erfreuen sich einer hohen Nachfrage und die Zahl der Kliniken steigt. Dabei spielt wohl auch eine Rolle, dass immer mehr gesetzliche Krankenkassen die Therapie in privaten Einrichtungen anerkennen und ganz oder zumindest teilweise übernehmen. Grundsätzlich für eine Kostenübernahme gegeben sein, müssen die medizinische Notwendigkeit und eine Zulassung als Akutklinik. Die Übernahme der Kosten erfolgt entweder auf freiwilliger Basis oder durch das Kostenerstattungsverfahren. Wichtig ist es auf jeden Fall, sich bereits vor Aufnahme der Behandlung bei der zuständigen Krankenkasse bzgl. einer möglichen Kostenübernahme zu informieren und einen schriftlichen Antrag zu stellen. Die meisten Privatkliniken für Alkoholentzug sind ihren Patienten gerne bei der Klärung der Formalien behilflich. Daher zögern Sie bitte nicht, das Haus Ihrer Wahl auf Unterstützung anzusprechen.

Weitere Beiträge die Sie interessieren könnten:

Alkoholsucht erkennen: Ab wann ist man Alkoholiker?

Alkoholsucht erkennen: Ab wann ist man Alkoholiker? Ein gemütliches Bierchen zum Feierabend, ein Glas Prosecco am Geburtstag oder ein Kräuterlikör für die Verdauung nach dem Essen...

Alkohol und Drogen: Alles andere als harmlos

Alkohol und Drogen: Alles andere als harmlos Endlich Wochenende; das pulsierende Nachtleben ruft. Nicht selten gehören zu einem gelungenen Abend auch der Konsum von "Stimmungsmachern" wie...

Privatklinik Sucht: Vorreiter der modernen Suchtmedizin

Privatklinik Sucht: Vorreiter der modernen Suchtmedizin Suchterkrankungen zählen nach Depressionen zu den häufigsten psychischen Störungen. Es liegt also auf der Hand, dass die Suchtmedizin als recht...
Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr Infos: Datenschutz | Impressum